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Unfallflucht beim Tango

Melina García, eine junge Tango-Tänzerin aus Buenos Aires, machte gerade eine schmerzhafte Erfahrung, über die sie auf Facebook berichtet:

Melina García

Ayer en una milonga que voy seguido y me gusta recibí un golpazo de otra pareja en el pie izquierdo, consecuencia: 15 días mínimo sin bailar y bota para andar …

Espero que tomemos conciencia del espacio que disponemos y respetar a todos dentro y fuera de la pista.

Gestern, auf einer Milonga, die ich oft besuche und die mir eigentlich gut gefällt, erhielt ich durch ein anderes Tanzpaar einen heftigen Schlag gegen meinen linken Fuß, Konsequenz: mindestens 15 Tage ohne zu tanzen, dafür muss ich einen klobigen Stiefel tragen, um überhaupt gehen zu können …

Ich hoffe (ich erwarte), dass wir uns des Raumes bewusst sind, den wir zur Verfügung haben, und dass wir alle auf und außerhalb der Tanzfläche respektieren.

In den Facebook-Kommentaren erfährt man weiter, dass das andere Paar sich nicht einmal entschuldigt, sondern “Unfallflucht” begangen hat.

Fünfzehn Tage ohne Tango sind für Melina eine Qual. Sie kündigt an, wenn irgendwie möglich trotzdem zu den Milongas zu gehen und wenn sie “auf dem Stuhl tanzen” muss.

Melina ist eine ausgesprochen rücksichtsvolle und einfühlende Tanzpartnerin. Sie ist nicht nur Tanguera, sondern auch Buddhistin, der Achtsamkeit etwas bedeutet.

Aber auf den Tanzflächen der Welt gibt es eben auch, wie im “richtigen” Leben, rücksichtslose Zeitgenossen, Rüpel, die als “Geisterfahrer” unterwegs sind und es nicht einmal merken.

Zu Beginn meines Tangolebens bin ich auch einmal so aus der Reihe getanzt. Das war, als ich gerade die ersten Schritte gelernt hatte und mich “sicher” fühlte, wo ich besonders vorsichtig hätte sein müssen. Ich hatte Glück, ich bekam einen “Anpfiff” eines erfahrenen Tangueros, gerade rechtzeitig.

(Die Fotos stammen aus dem Album “Lieblingsfotos” von Melinas Facebookseite. Copyrighthinweise stehen in den Fotos.)

Veröffentlicht in Blog Tanz

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